Wenn der Körper nicht zur Ruhe kommt: innere Unruhe, Anspannung und das Nervensystem
- zellnerkatharina5
- vor 4 Tagen
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Viele Menschen suchen Unterstützung aufgrund bestimmter Symptome ihres Körpers.
Sie fühlen sich innerlich getrieben, angespannt oder dauerhaft erschöpft – selbst in Momenten, in denen objektiv Ruhe möglich wäre. Der Kopf weiß, dass keine akute Gefahr besteht, doch der Körper verhält sich anders.
Innere Unruhe ist kein Zeichen von Schwäche. Sie ist häufig Ausdruck eines Nervensystems, das schon zu lange im Alarmmodus ist.
Wenn innere Unruhe nicht „einfach weggeht“
Innere Unruhe lässt sich oft nicht durch Ablenkung oder Willenskraft beruhigen. Betroffene berichten, dass sie sich trotz Pausen, Urlaub oder bewusster Entspannung nicht wirklich erholen können. Gedanken und Körperreaktionen laufen weiter.
Das kann verunsichern – besonders dann, wenn keine klare Ursache erkennbar ist. Sie fühlen es eindeutig, irgendetwas stimmt nicht, vor allem Druck im Brustbereich kann ängstigen. Oft wird berichtet, dass die Betroffenen Angst vor einer bevorstehenden Panikattacke haben.
Das Nervensystem als Schlüssel zum Verständnis
Unser Nervensystem ist darauf ausgelegt, Gefahren frühzeitig zu erkennen und uns zu schützen. Gerät es unter anhaltenden Stress, bleibt es länger in erhöhter Aktivierung.
Das bedeutet:
Der Körper ist in Bereitschaft
Reaktionen werden schneller
Ruhe fühlt sich fremd oder sogar bedrohlich an
Diese Reaktionen sind keine Fehlsteuerung, sondern Schutzmechanismen, welche wir in Lebensbedrohlichen Situationen gut brauchen können.
Typische körperliche Anzeichen innerer Anspannung
Innere Unruhe zeigt sich häufig körperlich, zum Beispiel durch:
Herzklopfen oder Druckgefühl
flache Atmung oder Enge, Druck im Brustraum
Muskelanspannung, Kieferpressen, Zähneknirschen
innere Getriebenheit oder Zittern
Schlafstörungen oder frühes Erwachen
Nicht alle Symptome treten gleichzeitig auf. Entscheidend ist das subjektive Erleben von Daueranspannung.
Warum der Körper nicht „abschaltet“
Viele Menschen fragen sich: Warum kann ich nicht einfach entspannen?
Der Grund liegt oft darin, dass Entspannung erst möglich wird, wenn das Nervensystem Sicherheit erlebt. Wird Sicherheit nicht wahrgenommen, bleibt der Körper wachsam – auch ohne äußere Bedrohung.
Frühere Erfahrungen, langanhaltende Belastungen oder emotionale Überforderung können dazu beitragen, dass das System sensibler reagiert. Somit entsteht unter Umständen ein Teufelskreis, den man dann selbst oft nicht mehr alleine durchbrechen kann.
Innere Unruhe bedeutet nicht, dass etwas „falsch“ ist
Ein häufiges Missverständnis ist die Annahme, mit einem selbst stimme etwas nicht. Durch diese Symptomatik zeigt der Körper, dass er versucht, mit zu viel oder zu langem Stress umzugehen.
Diese Perspektive kann entlastend sein: Innere Unruhe ist kein persönliches Versagen, sondern ein Hinweis auf ein überlastetes System. Der Körper kämpft nicht gegen dich, sondern versucht dich wach zu rütteln "schau hin, hier stimmt was nicht "

Erste Schritte im Umgang mit innerer Unruhe
Wichtig ist, nichts erzwingen zu wollen. Beruhigung lässt sich nicht befehlen.
Hilfreich kann sein:
Wahrnehmung statt Bewertung
kleine, regelmäßige Pausen indem Ressourcen aktiviert werden, oder man einfach mal nichts tut "Löcher in die Luft starren darf "
Orientierung im Hier und Jetzt, also Besinnung auf was kann ich in der Gegenwart wahrnehmen, dabei ist es oft hilfreich alle Sinne mit einzubeziehen.
Reduktion von Überforderung, also z. B. nach Hilfe fragen
Diese Schritte ersetzen keine Therapie, können aber stabilisierend wirken.
Wann psychotherapeutische Begleitung sinnvoll ist
Wenn innere Unruhe über längere Zeit anhält, sich verstärkt oder den Alltag deutlich einschränkt, kann psychotherapeutische Begleitung helfen.
In der Therapie geht es darum:
das Nervensystem besser zu verstehen
Zusammenhänge zwischen Körper & Erfahrung zu erkennen
Sicherheit schrittweise wiederherzustellen
eigene Grenzen wahrzunehmen
Altlasten aufzuarbeiten
Häufige Fragen
Kann innere Unruhe auch ohne Angst auftreten?
Ja. Viele Menschen erleben Unruhe ohne klare Angstgedanken.
Ist innere Unruhe gefährlich?
In der Regel nicht. Sie kann jedoch sehr belastend sein und sollte ernst genommen werden.
Wie lange dauert es, bis sich etwas verändert?
Veränderung verläuft individuell. Kleine Schritte sind oft nachhaltiger als schnelle Lösungen.
Fazit
Wenn dein Körper seit längerer Zeit nicht mehr zur Ruhe kommt, darfst du das ernst nehmen. Unterstützung anzunehmen bedeutet nicht, versagt zu haben – sondern achtsam mit dir umzugehen.
Wenn du Fragen hast oder dich informieren möchtest, kannst du gerne Kontakt aufnehmen, oder direkt einen Termin zum Erstgespräch auf meiner Website buchen.


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